Hintergrund

Auf Linkheftchen.de kannst du ein Zine – ein kleines, gefaltetes Heftchen – mit deinen Lieblingslinks erstellen und dann analog und/oder digital teilen. Das Tool ist offen nutzbar. Die Website sammelt keine Daten und nervt dich nicht mit Werbung. Sie stammt von Nele Hirsch (eBildungslabor) und ist seit Februar 2026 online.


Warum gibt es Linkheftchen.de?

Zines stehen in der Tradition einer widerständigen und subversiven Praxis. Seit vielen Jahren teilen Menschen mit Zines – meist in kleiner Auflage und oft künstlerisch und ganz analog gestaltet – Informationen und Ideen, die sie in die Öffentlichkeit bringen wollen. Linkheftchen greift diese Tradition auf. Gerade im Kontext einer zunehmend KI-geprägten Gesellschaft ergibt das einen hilfreichen Gegentrend, der neue technologische Möglichkeiten um drei zentralen Aspekte erweitert:

1. Einladung zum Entdecken von unterschiedlichen Websites

In der Interaktion mit generativen KI-Modellen steht oft eine Zusammenfassung von Online-Inhalten über einen Chat im Fokus. Dagegen rückt der direkte Besuch einer Website in den Hintergrund. Linkheftchen lädt dazu ein, sich trotzdem oder gerade deshalb immer wieder auf eigene Erkundungen im Internet zu begeben. Jeder Link ist eine Einladung zur Erkundung einer vielleicht noch unbekannten Website.

2. Individuelle Perspektiven teilen

In Zines haben sich schon immer Geheimtipps und persönliche Blickwinkel gefunden. Linkheftchen setzt diese Tradition fort: Menschen können hier Links individuell und spezifisch aus ihrer eigenen Perspektive kuratieren und mit persönlichen Begründungen und Empfehlungen weitergeben. Das Ergebnis ist kein algorithmisch generierter Feed, sondern eine bewusste, handverlesene Auswahl.

3. Hybride soziale Interaktion

Linkheftchen kombiniert analoge und digitale Praxis zu einem spannenden hybriden Mix, der soziale Interaktion in den Fokus nimmt. Ein gedrucktes Heftchen in der Hand halten, es jemandem persönlich überreichen oder auch an einer digital geteilten Version von jemand anderem weiterzudenken, schafft soziale Interaktion und ermöglicht Resonanz.


Der Ansatz überzeugt dich?

Dann erstelle jetzt dein Linkheftchen, drucke es ein paarmal aus und verteile es bei der nächsten Veranstaltung, die du besuchst. Oder – noch subversiver – lass zufällig eines in der U-Bahn liegen. Wer es findet, wird sich freuen und kann sich von unerwarteten und zufälligen Links überraschen lassen.

Linkheftchen erstellen Bestehendes Linkheftchen remixen